NEU

Öffentliche Beta ist jetzt live.

Inhaltsstoffe verstehen

Du weißt nicht, wonach
du suchen sollst? Fang hier an.

Ein verständlicher Leitfaden, was jede Inhaltsstoff-Familie tatsächlich macht — und worauf du je nach Hauttyp achten oder Acht geben solltest. Kein Chemiestudium, kein Fachjargon, keine Panikmache.

Zwei Wege rein

Die meisten Inhaltsstoff-Datenbanken gehen davon aus, dass du schon weißt, wonach du suchen musst. Diese Seite geht vom Gegenteil aus. Lies dich nach Funktion durch und lerne, was Feuchtigkeitsbinder, Weichmacher, Wirkstoffe und der Rest in deinen Produkten eigentlich machen — oder spring direkt zum Abschnitt nach Hautanliegen und sieh, was deinem Hauttyp guttut und worauf du achten solltest. Jeder Chip führt direkt zur vollständigen Inhaltsstoff-Seite.

Nach Funktion

Sechs Familien, und was sie jeweils tun.

Fast jeder Kosmetik-Inhaltsstoff lässt sich einer dieser Funktionsgruppen zuordnen. Die Gruppe zu erkennen ist die halbe Miete — sobald du sie auf einem Etikett siehst, weißt du grob, wofür sie drin ist.

  • Feuchtigkeitsbinder

    Ziehen Wasser in die oberen Hautschichten. Sie sind der Grund, warum eine Creme überhaupt feuchtigkeitsspendend wirkt — der „aufpolsternde“ Effekt vieler Produkte geht zum großen Teil auf sie zurück.

  • Weichmacher (Emollients)

    Glätten die Haut, indem sie die mikroskopischen Lücken zwischen den Hautzellen auffüllen. Sie sorgen dafür, dass sich eine Creme weich statt klebrig anfühlt, und verlangsamen den Feuchtigkeitsverlust über den Tag.

  • Wirkstoffe

    Klinisch wirksame Inhaltsstoffe für ein konkretes Anliegen — aufhellen, sanftes Peeling, Glättung, Talgkontrolle. Das sind die Stoffe, über die Dermatologinnen am häufigsten sprechen.

  • Konservierungsstoffe

    Halten Formulierungen frei von Bakterien, Schimmel und Hefen. Bei allem Wasserhaltigen unverzichtbar. „Konservierungsfrei“ heißt auf dem Etikett oft nur, dass ein weniger zuverlässiges System verwendet wird — nicht gar keines.

  • UV-Filter

    Blockieren oder absorbieren UV-Strahlung, bevor sie die Haut erreicht. Mineralische Filter (Zinkoxid, Titandioxid) liegen auf der Haut; chemische Filter wandeln UV in Wärme um. Beide funktionieren — sie fühlen sich nur anders an.

  • Antioxidantien

    Neutralisieren freie Radikale — die reaktiven Moleküle, die durch Sonne, Umweltverschmutzung und Stress entstehen und über die Zeit zu fahler Haut, Pigmentflecken und sichtbarer Hautalterung beitragen.

Nach Hautanliegen

Worauf du achten solltest — nach Hauttyp.

Jede Haut ist anders — was bei einer Person wunderbar funktioniert, kann bei einer anderen Reizungen auslösen. Nimm das als Ausgangspunkt zum Lesen von Etiketten, nicht als Rezept. Im Zweifel: testen und auf die eigene Haut hören.

  • Fettige oder zu Akne neigende Haut

    Such nach Inhaltsstoffen, die die Talgproduktion regulieren und die oberste Hautschicht sanft erneuern, ohne sie auszutrocknen oder zu ersticken. Schwere Okklusiva können Talg einschließen und bei manchen Menschen zu Unreinheiten beitragen — nicht immer, aber gut zu wissen.

    Oft hilfreich

    Vorsichtig sein bei

  • Trockene oder dehydrierte Haut

    Kombiniere wasserbindende Feuchtigkeitsbinder mit weichmachenden Lipiden, damit Feuchtigkeit reingezogen UND drin gehalten wird. Starke austrocknende Alkohole und scharfe Tenside können diese Arbeit in einer Wäsche zunichtemachen.

  • Empfindliche oder reaktive Haut

    Beruhigende, gut verträgliche Inhaltsstoffe schneiden meist besser ab als alles Parfümierte. Duftstoffe — auch „natürliche“ — gehören zu den häufigsten Reaktionsauslösern und sind das Erste, was man bei gereizter Haut weglassen sollte.

  • Anzeichen von Hautalterung

    Tags Antioxidantien, nachts sanfte Erneuerung oder Vitamin-A-Verbindungen, immer Sonnenschutz. Parfüm und hochkonzentrierte Alkohole können die Hautbarriere, die du eigentlich stärken willst, leise untergraben.

Ein paar ehrliche Einschränkungen

Drei Dinge im Hinterkopf, bevor du ein Etikett liest.

Wir wollen INCI-Listen weniger einschüchternd machen — nicht deine Dermatologin ersetzen oder so tun, als wäre Haut einfacher, als sie ist.

Jede Haut ist anders

Gene, Klima, Hormone, Stress, was du gestern gegessen hast — all das verändert, wie deine Haut auf denselben Inhaltsstoff reagiert. Ein in den sozialen Medien gefeierter Stoff kann ausgerechnet der sein, der bei dir Unreinheiten auslöst. Vertrau deiner eigenen Erfahrung mehr als jeder Liste.

Konzentration und Formulierung zählen

Die Wirkung hängt davon ab, wie viel von einem Stoff drin ist, womit er kombiniert wird und wie er stabilisiert ist. Dasselbe Molekül kann bei einem Prozent beruhigend wirken und bei zehn Prozent reizen. INCI-Listen sagen dir, was drin ist — nicht immer, wie viel.

Immer einen Verträglichkeitstest machen

Bevor ein neues Produkt auf dein Gesicht kommt, trag eine kleine Menge auf die Innenseite des Unterarms auf und lass sie 24 bis 48 Stunden einwirken. Rötung, Juckreiz oder Schwellung? Dann hast du deinem Gesicht einen viel schlimmeren Tag erspart.

Lieber die technische Version? Wie wir jeden Inhaltsstoff bewerten · Die alphabetische Datenbank durchsuchen

Mach den nächsten Schritt

Bereit, deine eigenen Etiketten zu lesen?

Der nächste Schritt ist der offensichtliche: Nimm ein Produkt aus deinem Regal und lass es durch den Scanner laufen. Dreißig Sekunden, ohne Anmeldung, mit vollständiger Aufschlüsselung jedes Inhaltsstoffs.

Für immer kostenlos. Kein Konto. Keine Kreditkarte.